Protokoll der Herbstsitzung des Arbeitskreises Bilinguale Schulen
Termin: Dienstag,
18. Oktober 2005,
15:00 Uhr,
Menzel-Oberschule
Protokoll der Frühjahrssitzung des Arbeitskreises Bilinguale Schulen
Termin: Dienstag,
1. März 2005,
15:00 Uhr,
Willi-Graf-Oberschule
Protokoll der Herbstsitzung des Arbeitskreises Bilinguale Schulen
Termin: Mittwoch,
16. September
2004,
15:00 - 17:30 Uhr,
John-F.-Kennedy-Schule
Protokoll der Frühjahrssitzung des Arbeitskreises Bilinguale Schulen
Termin: Donnerstag,
6. Mai 2004,
15:00 - 17:00 Uhr,
Sophie-Charlotte-Oberschule
|
Protokoll der Herbstsitzung des Arbeitskreises Bilinguale Schulen
Termin: Mittwoch,
16. September
2004,
15.00 - 17.30 Uhr,
John-F.-Kennedy-Schule
Protokoll: Stockmann ( JFKS)
Herr Schürmann eröffnet die Sitzung mit einem Überblick über die Geschichte der Kennedy-Schule und ihr besonderes bilinguales und bikulturelles Konzept (fact sheet).
TOP 1: Fehlerbewertung/ Fehlerquotient im Sachfach
Herrn Battenbergs Ankündigung, in den Sachfachklausuren werde der Fehlerquotient abgeschafft, wurde von Frau Göttel-Dauber dahingehend korrigiert, dass die sprachliche Richtigkeit weiterhin ein Kriterium der Bewertung in der gymnasialen Oberstufe bleibt. Für das jetzige Abitur gelten ohnehin die alten Richtlinien. Selbst in Niedersachsen, das als Vorreiter für die Abschaffung des Fehlerquotienten genannt wurde, werde der Fehlerquotient ermittelt, aber in die allgemeine Beurteilung eingearbeitet. Auf den Vorschlag, statt Fehlersuche lieber eine Positivkorrektur vorzunehmen, unterstrich Frau Göttel-Dauber, dass das wichtigste Kriterium für die Beurteilung der Klausuren ohnehin die Kommunikationsfähigkeit sei. Die Differenzierung von 8 Fehlerarten, die von Dr. Mottock wohl als gewisse Absicherung eingeführt worden war, sei eigentlich nicht nötig, eine Reduzierung auf drei Fehlerarten sei wünschenswert und eine pragmatische Vorgehensweise analog zu Deutsch mit einem maximalen Abzug von zwei Punkten anzustreben.
Im Zusammenhang mit dem Fehlerquotienten wurde die Möglichkeit eines Bonus im Sachfach angesprochen. Dieser ist de facto bereits vorhanden, da er bei großer Eloquenz eines Schülers in die Inhaltsnote mit einfließt. Beim Zentralabitur werden alle Schüler des bilingualen Zuges ohnehin einen Bonus haben, da sie in den Sprachen dieselbe Klausur erhalten werden wie alle anderen Schüler auch.
Für die bilingualen Schulen werden, seit sie ihre "Grauzone" verlassen haben und zur Regelschule geworden sind, nicht nur die Lehrerausbildung, sondern auch die Klausurbeurteilung durch Verwaltungsvorschriften festgelegt werden. Die bilingualen Schulen werden Vorschläge zur Stellungnahme erhalten.
Eine Umfrage unter den Kollegen ergibt, dass der Fehlerquotient in den einzelnen Schulen und verschiedenen Fächern unterschiedlich gehandhabt wird. Eine Einheitlichkeit der Beurteilung zwischen den bilingualen Schulen erscheint unbedingt wichtig, wobei jedoch die Sprachen differenziert behandelt werden sollten. Frau Göttel-Dauber schlägt vor, ein abgestimmtes Konzept zu erarbeiten, das den Prüfungsvorsitzenden an die Hand gegeben werden kann.
Wegen der hohen Anforderungen bei der Bewertung der Sachfächer im bilingualen Zug besteht nach Ansicht einiger Schulen die Gefahr, dass die Schüler aus Angst um ihre Abiturnote in der gymnasialen Oberstufe den bilingualen Zug verlassen. Dieser Tendenz muss durch den Hinweis den Schülern gegenüber begegnet werden, dass auch der Besuch des deutschsprachigen Zuges nicht automatisch zu einem guten Abitur führt. Außerdem wird in Zukunft bei der Zulassung zum Studium nicht mehr nur die GQ eine Rolle spielen, sondern es wird in verstärktem Maße zu persönlichen Einstellungsgesprächen kommen, bei denen sich eine bilinguale Ausbildung sicher als Vorteil erweisen wird.
In der Frage der Vergleichsarbeiten der 10. Klassen stellen die Fremdsprachenaufgaben wohl eine Unterforderung dar. Es ist zu überlegen, ob nicht auch auf die zweite Fremdsprache ausgewichen werden kann.
TOP 2: Änderungen innerhalb der Gymnasialen Oberstufe
Frau Göttel-Dauber berichtet, dass die VO-GO zwei Prüfungsfächer (darunter einen LK) in der Zielsprache völlig freigeben wird. Um diese totale Freiheit jedoch bei der begrenzten Ausstattung der Schulen mit bilingualen Lehrern überhaupt verwirklichen zu können, sind schulbezogene Ausschreibungen (Abt. II Hr. Pieper und Frau Pape) und ein Netzwerk bilingualer Schulen notwendig.
Die Vertreter der bilingualen Schulen wenden jedoch ein, dass der Engpass in der Lehrerausstattung bereits jetzt zur Doppelbelastung von Kollegen führt, die sowohl den LK als auch das 3. PF unterrichten müssen bzw. jedes Jahr mit dem Abitur betraut sind, so dass ein Verleih an Nachbarschulen gar nicht möglich ist. Ebenfalls nicht möglich ist ein ständiger Wechsel des LK-Angebots; dieses muss im Schulprogramm festgeschrieben werden.
TOP 3: Möglichkeiten der Öffentlichkeitsarbeit des Arbeitskreises
Da die Öffentlichkeitsarbeit des Arbeitskreises ein Teil der Existenzsicherung der bilingualen Schulen ist, könnten folgende Schritte unternommen werden:
o Einrichtung einer Homepage
o Veröffentlichung der Protokolle
o Gegenseitige Besuche über E-mail-Kontakt
o Suche nach Sponsoren
o Name: Arbeitskreis bilinguale Schulen Berlin
o E-mail Hr. Battenberg: FEG@feg-berlin.de
Vor einer Einbindung aller bereits existierenden Arbeitskreise bilingualer Einrichtungen wurde jedoch gewarnt, da sie zum Verlust der Überschaubarkeit führen würde. Besser sei es, zwischen mehreren Arbeitskreisen zu pendeln.
TOP 4: Verschiedenes
Fortbildung:
Frau Dr. Neukirchen kündigt an, dass das LISUM in Zukunft pro Schuljahr eine größere Fortbildung anbieten will. Die diesjährige soll voraussichtlich am 7. Januar 2005 stattfinden. Dabei wird Herr Wildhagen ein Referat mit dem Thema "Schnittpunkt zwischen Sprache und Sachfach" als Grundlage für zwei Workshops halten.
Die Gruppeneinteilung nach Sprachen soll im November erfolgen; jede Schule soll zwei Kollegen dafür freistellen. Weitere Informationen zu den Modalitäten sind bei Fr. Dr Neukirchen (Georg-Büchner-Oberschule, LISUM) zu erfragen.
Zertifizierung des bilingualen Unterrichts:
Da die Zertifikate in Zukunft im Rahmen der AV-Zeugnisse geregelt werden, können bis dahin die schulinternen Entwürfe benutzt werden.
TOP 5: Materialbörse wurde aus Zeitgründen vertagt.
Nächster Termin: Dienstag, 1. März 2005, Willi-Graf-Oberschule, Ostpreußendamm/ Lichterfelde
|